Wirtschaftsstandort wirbt
um Investoren
Die
Stadt Zerbst/Anhalt ist im Landesentwicklungsplan des Landes Sachsen-Anhalt als
Mittelzentrum ausgewiesen. Damit nimmt sie eine Zentrumsfunktion für ihr Umland
ein und gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsstandorten im Landkreis
Anhalt-Bitterfeld. In der Stadt ist die Stadtverwaltung, eine Außenstelle des Landkreises
Anhalt-Bitterfeld, das Amtsgericht Zerbst, das MEDIGREIF Krankenhauses
Anhalt-Zerbst, die Unfallkasse Sachsen-Anhalt, eine Filiale der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld, die
Kreishandwerkerschaft Anhalt-Bitterfeld sowie die Geschäftsstelle Zerbst des
Arbeitsamtes Dessau-Roßlau zu finden. Die zentralen Einrichtungen stellen einen
nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor für die Stadt dar. Mit einem Einzugsbereich
von ca. 24.000 Einwohnern erstreckt sich der zu versorgende Bereich in etwa auf
das Gebiet des ehemaligen Altkreises Zerbst. (Entwicklungsstudie Wohnbedarf,
1994). Die Stadt verfügt über eine entsprechende, solide ausgebaute
Infrastruktur.
Im Prozess der wirtschaftlichen Neuorientierung seit der Wende entwickelte sich
in Zerbst/Anhalt eine gemischte, stark vom Dienstleistungssektor bestimmte
Wirtschaftsstruktur. Sie ist geprägt durch klein- und mittelständische
Unternehmen (Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe) sowie durch die Land- und
Forstwirtschaft. Im produzierenden Bereich haben sich vor allem Unternehmen des
metallbe- und verarbeitenden Gewerbes, der Spezialglasverarbeitung sowie der
Lebens- und Feinkostmittelherstellung profiliert.
Die
Ansiedlung der Untern
ehmen erfolgte im Stadtgebiet, in den Gewerbegebieten und
auf Altindustrieflächen. Die wichtigsten privatisierten Gewerbeflächen befinden
sich in der Käsperstraße, mit der heutigen Zerbster Spezialitäten und
Wurstwaren GmbH, der Norbert-Heßbrüggen-Straße, mit der Werkzeugmaschinenfabrik
WEMA Zerbst GmbH, Siro-Blech GmbH und der KmB Technologie Gesellschaft für
rationale Fertigung GmbH. Weitere wichtige Gewerbeflächen sind in der Straße
Altbuchsland und Kirschallee mit den Schraubenwerken Zerbst GmbH und der Fa.
Feigl- Paletten, der Dessauer Straße und dem Boneschen Weg mit den Stadtwerken
Zerbst GmbH sowie in der Pulspfordaer Straße. Ehemalige Altindustrieflächen
konnten erfolgreich wieder mit Unternehmen besiedelt werden u.a. mit der Fa.
Semco-Glas GmbH und verschiedenen kleineren Unternehmen.
Im Gewerbegebiet "Kirschallee" erfolgte auf einem früheren
Betriebsgelände des Kombinates für Landtechnik die Neugründung von 10 Firmen.
Zu den in den letzten Jahren neu erschlossenen Gewerbeflächen gehören das
Gewerbegebiet I/1 "Frauentormark" (ca. 17,3 ha), das Gewerbegebiet
III "Am Feuerberg" (ca. 44 ha. brutto) und das Gewerbegebiet
"Nordfrost" (ca. 11 ha brutto). In dem im Südosten der Stadt an der B
184 gelegenen Gewerbegebiet I/1 sind neben einem Baubetrieb Handels- und
Dienstleistungsunternehmen mit 380 Beschäftigten ansässig. Die Fa. Nordfrost
hat sich mit ihren Kühl- und Lagerhäusern am äußersten südöstlichen Rand der Gemarkung
Zerbst niedergelassen. Eine automatisierte Kühlhalle sowie ein
Verwaltungskomplex wurden neu errichtet. Die KD Elektroniksysteme GmbH beschäftigt zur Zeit rund 40 MitarbeiterInnen in der Entwicklung, Dokumentation, Fertigung und im Vertrieb von elekronischen Baugruppen und Systemen. Aufgrund der stetigen Entwicklung der Firma in den letzten Jahren ist ein Neubau im Gewerbegebiet Altbuchsland geplant.
Das Gewerbegebiet III "Am Feuerberg" befindet sich am nordwestlichen
Stadteingang ebenfalls an der B 184. Hier sind Bau- bzw. Baustofffirmen
ansässig. Weiterhin befinden sich dort eine Landwirtschafts- und eine
Landschaftsbaufirma sowie mehrere Dienstleistungsunternehmen. Wirtschaftliche
Impulse können an dieser Stelle durch die Erweiterung der Produktionsanlagen
der Fa. Allfein Feinkost GmbH erzielt werden. Die Gesamtzahl der Arbeitsplätze
im GG III wird mit rund 600 veranschlagt. Der Standort Zerbst/Anhalt hält
erschlossene Flächen mit rechtskräftigen Bebauungsplänen für interessierte
Investoren bereit.
Mit der Gebietsreform zum 01.01.2010
sind weitere Gewerbegebiete hinzugekommen.
Im Ortsteil Lindau, am östlichen
Stadtgebiet, ist das Gewerbegebiet "Deetzer Straße" zu finden. Das
Gewerbegebiet ist historisch gewachsen. Angesiedelt sind hier u.a. klein- und
mittelständische Unternehmen des Agrarhandel- und Dienstleistungsunternehmen
mit deutschlandweit verteilten Technikstandorten und Agrarzentren, des Baugewerbes
und Baustoffhandel.
Am
Ortseingang von Jütrichau direkt an der B 184 gelegen, ist das Gewerbegebiet
von Jütrichau mit Dienstleistungs- und Handelsunternehmen.