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Friedhofsgeschichte

In Zerbst grassierte wieder mal eine Seuche. Die innerstädtischen Friedhöfe konnten kaum noch Leichen aufnehmen. 1581 beschloss der Stadtrat mit den alten Traditionen zu brechen und einen neuen Friedhof vor den Toren der Stadt anzulegen. Das Gelände vor dem Heidetor war aufgrund seiner erhöhten Lage und des Sandbodens bestens für Bestattungen geeignet. Bereits ein Jahr später wurde mit dem Bau der Friedhofsanlage begonnen, nachdem die Bürger zuvor eine Sondersteuer für die Finanzierung zu zahlen hatten.

Der Baumeister der Anlage war Peter Niuron aus Lugano, der auch das Dessauer Schloss baute.
Herausragendes Bauwerk ist das mit fünf Aufsätzen versehene, verputzte Westportal. Das Gelände selbst wurde mit einer Bogenmauer aus Stein umgebenen, ähnlich dem Stadtgottesacker in Halle/Saale. Die Mauergrabstellen wurden für 99 Jahre gekauft. Noch heute zeugen einige imposante Grabstellen vom Reichtum ihrer Erwerber. Der Bau des Friedhofs wurde in dem kurzen Zeitraum von nur zwei Monaten beendet. Am 3. Oktober 1582, einen Tag nach der Weihe wurden die ersten acht Pestleichen beigesetzt.

Ca. 300 Jahre später machte sich die Erweiterung des Friedhofs erforderlich. Es entstand der Friedhofsteil II, umgeben mit einer gelben Klinkermauer und einem sehenswerten Kunstschmiedeportal an der Pulspfordaer Straße. Die Einweihung erfolgte am 20.Dezember 1893.
Kurz danach entstand der jüngste und größte Friedhofsteil III mit der schönen großen Friedhofskapelle im Jugendstil, welche am 13. Juni 1908 feierlich eingeweiht wurde. Auch das Eingangsportal am Boneschen Weg entstand in dieser Zeit. Zwischen Eingang und Kapelle wurde ein Park mit vielen Bäumen und Sträuchern angelegt, in welchem eine aufgelockerte Belegungsform dominiert. Bereits 1910 erfolgte hier die Beisetzung der ersten Urne. Es war die achte Einäscherung
in dem neuen Krematorium in Dessau. Vier Mausoleen aus den zwanziger Jahren dokumentieren die Bestattungsform der gehobenen Schicht.

Heute ist die Friedhofsfläche insgesamt zu groß. Der demografische Wandel hinterlässt auch hier seine Spuren. Auf dem ältesten Friedhofsteil werden deshalb keine neuen Grabstätten mehr vergeben. Viele Bürger wünschen sich Urnenbeisetzungen in möglichst pflegefreien Grabstätten. Dem entsprechend wurde das Angebot an verschiedensten Grabarten in den letzten Jahren erweitert.

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