OBSTBAUMSCHNITT MIT „ZERBST BLÜHT AUF“
14.03.2026 ab 13:00 UhrDamit ein Obstbaum viele Jahrzehnte alt werden kann, braucht er regelmäßige Pflege. Der Schnitt von Obstbäumen steigert nicht nur die Qualität und Größe der Früchte, sondern ist vor allem wichtig für die Gesundheit der Obstbäume damit sie möglichst viele Jahre Früchte tragen können. Nach Absprache mit dem Grünflächenamt unterstützt die Bürgerinitiative „Zerbst blüht auf“ die Stadt bei der Pflege von Obstgehölzen. Im Eigentum der Stadt befinden sich nicht nur ungezählte Obstbäume an den Rändern der Feldwege, sondern auch etliche Streuobstwiesen. Zum praktischen Mithelfen lädt die Bürgerinitiative Interessierte am Samstag, 14. März ab 13 Uhr ein. Treffpunkt ist die Streuobstwiese in der Lepser Straße. Am Ortsausgang von Zerbst in Richtung Leps sollen Obstbäume unter fachlicher Anleitung gepflegt werden. Bei den Bäumen auf dieser Streuobstwiese handelt es sich um einen Bestand von Altbäumen. Es geht dabei also um einen Pflege- und Erhaltungsschnitt, der vom Erziehungsschnitt bei Jungbäumen zu unterscheiden ist. Die hier vorhandenen Obstbäume sind Hochstämme, haben also ihren Kronenansatz erst etwa in Kopfhöhe. Im Gegensatz zu Viertel- und Halbstamm-Bäumen, die für Kleingärten besser geeignet sind, braucht der Hochstamm-Obstbaum viel Platz und Zeit zum Wachsen und kann auf diese Weise zu einem Sinnbild heimischer Obstkultur heranwachsen. Zu den Pflegearbeiten am Altobstbestand im Frühjahr gehören neben dem Schnitt auch die Versorgung von Wunden, die Altholzentnahme und wenn möglich auch der Schutz der Rinde durch einen weißen Anstrich.
In und um Zerbst gibt es viele alte kulturhistorisch wertvolle Sorten die unsere Region besonders machen. Diese regionalen Sorten haben keine allgemeine Handelszulassung und unterscheiden sich in ihrer Genetik von den Sorten, die im Handel erhältlich sind. Um das regionale Kulturgut der hiesigen Sorten zu erhalten, lohnt es sich, die regionalen kulturhistorisch wertvollen Sorten unserer Region in lokalen Baumschulen zu kaufen um auf diese Weise die alten Zerbster Obstsorten zu bewahren.
Wer die Sortenauswahl der eigenen Apfelbäume ihrer Verwendung anpasst, kann die eigene Versorgung mit Äpfeln fast in drei Vierteln des ganzen Jahres selbst sichern, angefangen vom Augustapfel bis zur Sorte Wintertaffet.
Die verschiedenen Apfelsorten brauchen verschiedene Befruchtersorten. Deshalb ist es wichtig, vor der Pflanzung neuer Apfelbäume zu schauen, ob ein Baum der benötigten Befruchtersorte bereits in der Nachbarschaft vorhanden ist. Alternativ lohnt es sich mehrere Bäume zu pflanzen und sich in den Baumschulen zu erkundigen, welche Sorten sich gegenseitig befruchten. Die beste Pflanzzeit ist im Winter an frostfreien Tagen. Wer keinen eigenen Garten hat und der Allgemeinheit etwas Gutes tun will, kann im Rathaus den Kontakt zum Grünflächenamt suchen und erfragen welche Möglichkeiten für Baumpatenschaften an welchen Orten im Stadtgebiet bestehen. So kann man auch ohne eigenen Garten einen Familien- oder Erinnerungsbaum im Park oder auf einer kommunalen Streuobstwiese pflanzen.
Für die Pflegeaktion auf der Streuobstwiese in der Lepser Straße bittet die Bürgerinitiative darum, geeignete Kleidung und eigenes Werkzeug selbst mitzubringen. Nicht nur bei dieser Aktion freut sich „Zerbst blüht auf“ über neue interessierte Menschen.
Treffpunkt: Streuobstwiese in der Lepser Straße, Ortsausgang von Zerbst in Richtung Leps
Veranstaltungsort(e)
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Stadtgebiet
39261 Zerbst/Anhalt