800. Todestag von Franz von Assisi
Das Museum der Stadt Zerbst/Anhalt widmet sich in Text und Bildern dem 800. Todestag von Franz von Assisi im Eingangsbereich des Museums.
Franz von Assisi wurde um 1181/82 in Assisi geboren und war der Sohn eines reichen Tuchhändlers. In den Grundlagen des Lesens, Schreibens und Rechnens ausgebildet, wurde er Kaufmann wie sein Vater. In Folge der kriegerischen Auseinandersetzung mit Perugia 1202 kam Franz in Gefangenschaft und konnte erst durch die Lösegeldzahlung seines Vaters 1204 freigekauft werden.
Die Erfahrungen der Gefangenschaft und sein Gotteserlebnis bzw. seine Berufung im Traum, so wird es in der Dreigefährtenlegende erzählt, bewogen ihn, sich dem geistlichen, mönchischen Leben in Armut zuzuwenden. Die Ordensgründung als Buß- und Wanderprediger mit eigener Regel wurde 1210 probeweise erlaubt, 1215 bestätigt.
Der „Sonnengesang“ oder der Gesang an die Geschöpfe ist wohl sein bekanntestes Vermächtnis und zeugt von dem geschwisterlichen Umgang zwischen Mensch, Natur und Tier.
Das Zerbster Franziskanerkloster war das älteste, größte und reichste Kloster der Stadt. Kurz nach ihrer Ordensgründung in Italien siedelten sie sich auch in Zerbst an. Die hiesige Klostergründung kann als eine der frühesten östlich der Elbe gelten. Im 13. Jahrhundert errichteten die Mönche eine für ihren Orden typische Anlage mit einschiffiger Hallenkirche und Kreuzgang. Durch großen Zulauf wurde die Anlage schon wenig später um einen zweiten Kreuzgang im Süden erweitert. Die Klosterkirche wurde in mehreren Bauphasen vergrößert und ist heute zweischiffig. Beides ist ungewöhnlich für mittelalterliche Franziskanerklöster.
Am 3. Oktober 1226 stirbt Franz und wird schon am 16. Juli 1228 heiliggesprochen.
Museum der Stadt Zerbst/Anhalt ● Weinberg 1
Öffnungszeiten: Donnerstag – Sonntag, 11 – 17 Uhr
Eintrittspreise: 4,00 EUR, ermäßigt 3,00 EUR

